Looking back...

Samstag, 20.04.2013

Fast drei Wochen waren wir zu dritt mit dem Bike auf Sri Lanka unterwegs. Unsere Reise begann in Negombo, da dies nicht so weit vom Flughafen entfernt ist wie Colombo. Innerhalb von no time, hatten wir einen seriösen Motorradverleiher (Alma Tours, Lewis Place 217,  Negombo) der uns zwei solide Bikes mit Vollkasko und allem Zipp und Zapp (falls ein Bike kaputt sein sollte, hätten wir innerhalb von 6 Stunden ein neues bekommen…) für 1200 Rupies am Tag vermietet hat. Die Bikes haben auch tapfer in den Bergen durchgehalten! Also eine Adresse, die wir empfehlen können. Ach ja, zum Deal gehörte auch ein kostenloser Transport zum Flughafen (kostet sonst um die 1500 Rupies). Die Strecke die wir gefahren sind beinhaltete folgende Station: Negombo, Anurathapura, Trincomalee, Nilaveli, Passikudha, Arugambay, Haputale, Ella, von Ella sind wir mit dem Zug nach Kandy gefahren, von Kandy aus mit den Bikes wieder nach Negombo. Insgesamt sind wir ca. 1200 km gefahren, die unglaublich viel Spaß gemacht haben. Nur eine Straße von Anuradhapura nach Trincomalee war der absolute Horror, da die Straße gerade neu ausgebaut wird….aber auch machbar, man sollte nur einen Tag für die knapp 100km einplanen.  Landschaftlich ist Sri Lanka ein Traum: die Natur ist hier noch so schön wild und ursprünglich. Pfauen, Elefanten oder andere Tiere können einem begegnen! Außer in den Städten hatten wir super wenig Verkehr auf den Straßen, einfach ein Traum! Womit allerdings gerechnet werden sollte sind Hunde, die einfach auf die Straße laufen. In keinem Land vorher (Australien, Neuseeland, Singapur, Indien) haben wir soooo kranke Hunde gesehen wie in Sri Lanka.

In Haputale haben wir beschlossen mit den Bikes nicht zu hoch in die Berge zu fahren, weil uns das einfach zu kalt gewesen wäre. Es geht z.T. knapp auf 2000m hoch und wir hatten keine Lust uns warme Kleidung zu kaufen (gibt es sehr günstig auf den Märkten) und uns warm einzupacken. Daher haben wir in Ella (wäre auch in Haputale gegangen) die Bikes in den Zug packen lassen. Ein Ticket kostet ca. 1300 Rupies, für Personen 230 Rupies bis nach Kandy. Wichtig ist noch zu wissen, dass in den Bikes kein Sprit mehr drin sein sollte. Unsere Tanks sind vom Personal am Bahnhof leer gemacht worden. Die Züge sind brechend voll, fremde Menschen singen zusammen Volkslieder und verstummen, schüchtern lächelnd,  wenn man das Abteil betritt. Nach freundlicher Aufforderung weiter zu machen, sind sie doppelt glücklich. Wenn der Zug durch einen Tunnel fährt gibt es ein großes Gejohle von allen Seiten. In Bus und Bahn gilt „wer Platz macht verliert“, jeder erdenkliche Raum wird mit Gepäck oder Menschen ausgefüllt. Zumindest anders als in anderen asiatischen Ländern, werden keine lebenden Tiere transportiert. Aufgrund der Fülle im Zug saß ich als Frau weit weg von meiner Männerreisgruppe, an einer Tür um die Landschaft zu betrachten. Der Zug wurde von Station zu Station voller, hinter mir stand eine Gruppe von 4 Männern, die alle sehr gut Englisch sprachen und mich die Zugfahrt über mit Essen, Trinken und vor der Enge beschützt haben.

Anders als in Indien hat man in den Dörfern oder Städte nicht eine Horde lachender und schreiender Kinder um sich. In Sri Lanka bekommt man ein verschämt-glückliches  Lächeln geschenkt, aus leuchtenden Gesichtern geschenkt. Kinder müssen hier zur Schule gehen. Schulpflicht ist von 5-14 Jahren, wenn die Kinder nicht zur Schule gehen, müssen die Eltern ins Gefängnis oder eine sehr, sehr hohe Geldstrafe zahlen. Armen Familien werden Schulbücher und Schuluniform gestellt.

An der Ostküste war nach Aussagen der Menschen dort, der Tsunamie und Krieg Fluch und Segen zu gleich. Fluch, weil viele Verluste zu verzeichnen sind, tiefe Spuren sind in einigen Gesichtern zu lesen. Segen, weil nun die neueste Technologie eingesetzt werden kann. Erntemaschinen sind z.B. von Claas, der Straßenbau erinnert stark an Deutschland. Viele Menschen haben versucht im Ausland Geld und Sicherheit zu finden und bringen dies nun zurück in ihr Land.

Manchmal werden auch  westliche Frauen als  lustvolle Einnahmequelle betrachtet, aber eher verhalten und in den touristischen Ballungszentren. Generell werden gerne Geschäfte mit Frauen abgeschlossen, das kann manchmal zu lustigen Begegnungen führen: „ Madam look hier, isch bin Aldimann mit gute Aldipreise!“

In Sri Lanka ist die buddhistische Ausstrahlung zu spüren, friedvoll liegt ein grünes Paradies vor einem. Buddhismus, Christentum, Hinduismus und Islam werden ausgiebig praktiziert und leben friedlich miteinander. Gelegentlich kann es ausgiebig und heftig regnen, mit Gewittern die wir aus Europa nicht kennen. In den Bergen sollte man sich von Stromquellen und Stromleitungen fern halten, wir haben gesehen wie ein Blitz dort eingeschlagen ist.  Auf dieser Insel kann einem fast alles begegnen an Tieren was kreucht und fleucht, Vogelarten, Krokodile und natürlich Elefanten! Gastfreundlichen lächelnden Menschen, bezaubernd zierlichste Supermarktverkäuferinnen in einem Stewardessen Outfit. Nach einer wunderschönen Zeit, werde ich als letztes gefragt: „ Oh Madam, finish?“ und ich kann nur mit Tränen in den Augen sagen: „Yes, finish!“

the last days...

Freitag, 19.04.2013

Oh Island in the sun...

Freitag, 19.04.2013